Die Sekundärliteratur zum Krimi.
Willkommen bei Thomas Przybilka und BoKAS, dem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur).
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka Sekundärliteratur zum Krimi und informiert mit seinem Krimi-Tipp über Neuerscheinungen. Bisher erschienen (Stand Juli 2021) die folgenden Tipps. Das jeweils aktuelle Verzeichnis finden Sie auf der BoKAS-Startseite!
Krimi-Tipp 2025: 78, 79
Krimi-Tipp 2024: 76, 77
Krimi-Tipp 2023: 74, 75
Krimi-Tipp 2022: 73
Krimi-Tipp 2021: 71, 72
Krimi-Tipp 2020: 69, 70
Krimi-Tipp 2019: 68
Krimi-Tipp 2018: 67
Krimi-Tipp 2017: 65; 66;
Krimi-Tipp 2016: 63; 64
Krimi-Tipp 2015: 61; 62;
Krimi-Tipp 2014: 60;
Krimi-Tipp 2013: 59;
Krimi-Tipp 2012: 58; 57
Krimi-Tipp 2011: 55; 56;
Krimi-Tipp 2010: 54
Krimi-Tipp 2009: 52; 53
Krimi-Tipp 2008: 50; 51;
Krimi-Tipp 2007: 46; 47; 48; 49;
Krimi-Tipp 2006: 43; 44; 45;
Krimi-Tipp 2005: 38; 39; 40; 41, 42
Krimi-Tipp 2004: 33, 34, 35, 36, 36, 37
Krimi-Tipp 2003: 28, 29, 30, 31, 32
Krimi-Tipp 2002: 22, 23, 24, 25, 26 27
Krimi-Tipp 2001: 17,
18, 19,
20,
21.
Krimi-Tipp 2000: 11, 12, 13, 14, 15, 16
Krimi-Tipp 1999: 6, 7, 8, 9, 10
Krimi-Tipp 1998: 1, 2, 3, 4, 5
Hinweise oder Auszüge aus den Hinweisen, die mit dem Kürzel (tp) versehen sind, können für Werbezwecke zitiert werden - [bitte zitieren wie folgt: Thomas Przybilka, BoKAS - Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur].
Hinweis für die Verlage
To the Publishers
Hinweise oder Auszüge aus den Hinweisen, die mit dem Kürzel (tp) versehen sind, können für Werbezwecke zitiert werden - [bitte zitieren wie folgt: Thomas Przybilka, BoKAS - Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur].
Publishers may quote those parts of KTS, which are signed with (tp) - [please cite: Thomas Przybilka, BoKAS - Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur].
KRIMI-TIPP 79
Juli - Dezember 2025
Ein Service des
BoKAS
mit Hinweisen und Rezensionen zu deutscher und internationaler Sekundärliteratur der Kriminalliteratur
www.krimilexikon.de/przybilk.htm
www.bokas.de
www.das-syndikat.com/autoren/autor/120-thomas-przybilka.html
https://www.youtube.com/watch?v=lE9RJQ7QXp4
Editorial
Liebe Leser des KTS,
in der vorliegenden Ausgabe des „Krimi-Tipp Sekundärliteratur“ werden Sie hoffentlich wieder interessante Literatur finden.
Hervorheben möchte ich Manuel Bauers 2-bändige Geschichte der Kriminalliteratur, Pittlers kurze und knappe Ermittlungen in Sachen Kriminalliteratur, Bryllas detektivische
Fallstudien zum „Retro-Krimi“. Ebenfalls Ihre Beachtung finden sollte Kaes‘ autofiktionaler Roman und Biographie „Grauland“ und „Spionage im Grenzland“ von Abraham et al ist spannend
zu lesen. Etwas sprachlich „exotisch“ wird es dann mit dem Jahrbuch der Crime Writers of Taiwan „Crimystery 2025“ mit interessanten Beiträgen, diese allerdings in Chinesisch.
Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch in das neue Jahr.
Mit besten Grüssen
Thomas Przybilka
BoKAS
Mit besten Grüssen
Thomas Przybilka
BoKAS
Alle bisher erschienenen Ausgabe des „Krimi-Tipp Sekundärliteratur“ sind unter www.bokas.de archiviert.
Die ehemaligen „Befragungen“ „Befragungen“ sind unter www.bokas.de/befragungindex.html archiviert. Abgelöst wurden die "Befragungen" durch die "8 Fragen an ...". Diese Kurzinterviews erscheinen ausschließlich im "Krimi-Tipp Primärliteratur" (KTP)
Der „Krimi-Tipp Sekundärliteratur“ wird seit vielen Ausgaben von Prof. Norbert Spehner (Quebec/Kanada) für sein französischsprachigen Newsletter „Marginalia – Bulletin bibliographique des études internationales sur les littératures populaires“ übernommen. Im Netz nachzulesen unter http://marginalia-bulletin.blogspot.de/ oder www.scribd.com/marginalia. Wer den Newsletter abonnieren möchte, wende sich an nspehner@sympatico.ca.
Den Newsletter der Krimibestenliste hat Tobias Gohlis Ende 2020 eingestellt. Wer alle neuen Beiträge auf der Homepage von Tobias Gohlis unter https://recoil.togohlis.de/ abonniert, wird auch weiter regelmäßig Texte zu Krimis der Bestenliste und die monatliche Krimibestenliste
erhalten.
Auszüge aus dem „Krimi-Tipp Sekundärliteratur“ werden von „culturmag“ übernommen und erscheinen dort als „Pick of the Week“ im Bereich „crimemag“: http://culturmag.de
Die englischsprachige US-Ausgabe des „Krimi-Tipp Sekundärliteratur“ ist im internen Newsletter „ENews“ der IACW North American Branch für deren Mitglieder verlinkt.
|
Schnellübersicht / Quick Search
Verlage / Publishers
Atlantik
BeBra
Biblioteca la Bòbila
Bruckmann
Buchkultur
Brunettistadtplan
CWT – Crime Writers of Taiwan
Das Syndikat
Drava
Gmeiner
|
Heyne
Metzler
Penguin
Rhein-Mosel-Verlag
Schwabe
Tectum
Vandenhoeck & Ruprecht
Wallstein
VCH
|
|
Interviews
Eine Aufstellung aller bisherigen Kurzinterviews
„8 Fragen an … / 8 Questions to …“
jeweils am Schluß des aktuellen „Krimi-Tipp Primärliteratur“ (KTP)
|
Bibliographien
Nachschlagewerke /
Referenzliteratur /
Aufsätze

Achermann, Eric / Speth, Sebastian (Hg):
Vergeltung und Verfahren.
Zur Verbrechensdarstellung vor der klassischen Kriminalliteratur.
2025, XII/521
S., Metzler Verlag (Literatur und Recht, Bd. 16), 3-662-70003-4 / 978-3-662-70003/7, EURO 110,00
Diesem Band geht es dezidiert nicht darum, eine teleologische Großerzählung zu schreiben, mit der die Erfolgsgeschichte von Kriminalroman und Detektivgeschichte unter
Missachtung der jeweiligen historischen Besonderheiten nach vorne verlängert würde. Stattdessen ist das Ziel, alternative Modelle der Erzählung und Darstellung von Kriminalität in verschiedenen Gattungen
zu untersuchen – immer unter dem konstitutiven Einbezug des jeweils geltenden rechtlichen Rahmens. Das Spekturm reicht von der klassischen Antike über Mittelalter und Frühe Neuzeit bis an den Punkt, an dem
sich das heute vorherrschende Genre-Verständnis mit dem Aufkommen der Detektivfigur verfestigt und verengt.
Inhalt:
Sebastian Speth: Bausteine zu einer Alternativgeschichte der Kriminalliteratur vor der Detektivgeschichte / Johannes Schnocks: „Unheil wird er ersinnen auf seinem Lager“
(Ps 36,5) / Heinz-Günther Nesselrath: Verbrechen und ihre Aufklärung auf der athenischen Bühne – einige Fallstudien aus der attischen Tragödie und Komödie / Christian Reitzenstein-Ronning: Der
römische Roman als Kriminalliteratur: Verbrechen, Strafen und die Suche nach Identität / Silvia Reuvekamp: Niedere Beweggründe? Intratextuelle und interdiskursive Axiologien der Rache im „Nibelungenlied“
/ Roland Scheel: Verdacht und Tat – Norm und Form: Zu Unsicherheiten in Rechtserzählungen der Sagaliteratur / Pia Claudia Doering: Aus Mangel an Beweisen. Boccaccios Infragestellung von Zeichen als Wahrheitsindikatoren
im Kontext von Recht und Herrschaft („Decameron“ III,2) / Henrike Manuwald: Äquivokation und detektorisches Erzählen in deutschsprachigen Prozesstexten des Mittelalters / Maximilian Benz: Von spätmittelalterlichen
Akten zu postmodernen Erzählungen / Beatrice Schuchardt: Vom „picaro“ zur „sicaria“. Transatlantische Brückenschläge zwischen der hispanophonen Pikareske der Frühen Neuzeit und der
zeitgenössischen lateinamerikanischen „narconovela“ und Sikareske / Alena Martin-Ruland: Ordnungsszenen der Obrigkeit und mehr – Zur Rolle der sozialen Schicht in flugpublizistischen Verbrechensdarstellungen
/ Valentina Finger: A head for a hand: Storytelling und Spurenlese in Shakespeares „Titus Andronicus“ / Marlena Tronicke: „That Body of Hers“: Verhandlungen krimineller Weiblichkeit in John Websters
„The White Devil“ (1612) und „The Duchess of Malfi“ (1614) / André Krischer: Von subversiver Strategie zur Legitimation durch den Druck: Die Entwicklung der Publizistik zu Hochverratsverfahren
in England vom 16. bis zum 18. Jahrhundert / Hans-Joachim Jakob: Kleine Historie über Sünden, Verbrechen und Strafen: Georg Philipp Harsdörffers Mordgeschichten / Eric Achermann: Schwarze und Juden vor Gericht.
Zur Frage der Menschenrechte in Gayots de Pitaval „Causes célèbres“ / Cornel Zwierlein: Zwischen Indien und Paris, zwischen Pothier und Voltaire: Der Fall Cotterel „contra Compagnie des Indes“
1757 / Wolfgang Profi: Herrschaft und Strafnorm: Zur Vorgeschichte von Mozarts Krönungsoper „La clemenza di Tito“ (1791) / Antonia Eder: Vorformen von kriminalliterarischem Sinn. Indizien im 18. Jahrhundert
/ Peter Heßelmann; „Selten das Corpus juris gefragt – oft das Herz, und allezeit die Todesstunde“. Zu Recht und Moral in August Wilhelm Ifflands Schauspiel „Die Advokaten“ (1796) / Sebastian
Meixner: „alles was verdächtig ist“: Zur Poetik der Ermittlung in Schillers „Die Polizey“ / Alfred Sproede: Zur Frühgeschichte des osteuropäischen Kriminalromans (Polen, Russland, Ukraine)
/ Namen- und Werkregister .
Eric Achermann ist Professor für Neuere deutsche Literatur sowie Dekan des Fachbereichs Philologie an der
Universität Münster.
Sebastian Speth, Dr., ist Akademischer Oberrat auf Zeit am Germanistischen Institut der Universität Münster.
(vt) KTS 79
|
Bauer, Manuel:
Kriminalliteratur:
Geburt und Geschichte eines Genres.
2025, Schwabe Verlag.
--- Band 1: Von Ödipus bis Sherlock Holmes, 265 S., 3-7574-
0105-0 / 978-3-7574-0105-5; EURO 24,00
--- Band 2: Vom Golden Age bis True Crime, 342 S., 3-7574-
0122-0 / 978-3-8584-0122-1, EURO 28,00
Wer sich umfassend über Kriminalliteratur informieren möchte, dem sei die zwei Bänden angelegte und überaus ausführliche Analyse „Kriminalliteratur:
Geburt und Geschichte eines Genres“ von Manuel Bauer empfohlen. Im ersten Band beschäftigt sich Bauer mit jener Literatur, die man als „Verbrechensgeschichte“ klassifizieren kann, beginnend mit der griechischen
Tragödie, Shakespeares Dramen, über Pitaval, Kleist, E.T.A. Hoffmann und Poe. Allerdings gliedert Manuel Bauer auch die Kriminalromane und Kriminalerzählungen von Arthur Conan Doyle, Leblanc und Chesterton in
die Rubrik „Verbrechensliteratur“ ein. Im zweiten Band „Von Golden Age bis True Crime“ geht er dann sehr ausführlich, wie schon in Band 1, auf den modernen Kriminalroman und den Thriller ein. Ausführlich
ebenso seine Definition zur Kriminalliteratur (Bd. 1). Jeder Band wird mit einer umfangreichen Literaturliste sowie einem Namensregister abgeschlossen. Geschmäldert wird die Lektüre seiner Analyse durch die manchmal
sehr akademische Sprachstil. Dennoch: So umfassend und ausführlich wie von Manuel Bauer wurde meines Wissens nach das Genre „Verbrechensliteratur / Kriminalliteratur“ noch nicht dargestellt.
Inhalt:
--- Band 1: Von Ödipus bis Sherlock Holmes
Literatur und Verbrechen. Ein Vorspiel / 1. Wer ist und was leistet Kriminalliteratur? 2. Frühe Ausprägungen der Kriminalliteratur: Griechische Tragödien und Shakespeares
Königsdramen / 3. Die Kriminalliteratur des 18. Jahrhunderts als Anthropologie und Rechtskunde / 4. Mord als schöne Kunst betrachtet und die Etablierung des Meisterdetektivs / 5. Spuren des Detektivs: Kriminalromane
des 19. Jahrhunderts / 6. Verbrechensbekämpfung als ästhetische Tätigkeit: Die Methoden des Sherlock Holmes / Nachspiel als Zwischenspiel: Arsène Lupin, Father Brown und das Erbe der Verbrechensliteratur
/ Literatur (Literarische, theoretische und philosophische Texte / Forschungsliteratur) / Namenregister.
--- Band 2: Vom Golden Age bis True Crime
… was bisher geschah / 1. Rätsel und Regeln: Das „Goldene Zeitalter“ des Detektivromans / 2. „Trouble is my business“: Hardboiled-Detektivromane
als Gegenmodell / 3. Die Unlesbarkeit der Welt und der Fall des Detektivs: Der Anti-Detektivroman / 4. Paranoia, Heldenlieder und der instrumentalisierte Mensch: Der Spionageroman / 5. Kommissare und Kollektive: Polizisten-
und Polizeiromane / 6. Whydunit: Der Verbrechensroman / 7. Der Thrill der Wirklichkeit: True Crime / Epilog / Literatur (Literarische, theoretische und philosophische Texte / Forschungsliteratur) / Namenregister.
Manuel Bauer lehrt Neuere deutsche Literatur an der Universität Marburg. Seine Schwerpunkte liegen in der deutschsprachigen Literatur vom
18. Jahrhundert bis zur Gegenwart und in der Literaturtheorie. Bauer hat Monografien zur frühromantischen Hermeneutik, zur literarischen Wirtschaftsanthropologie des 19. Jahrhunderts und zum literarischen Faust-Mythos
vorgelegt.
https://www.uni-marburg.de/de/fb09/neuere-deutsche-literatur/institut/personen/bauer
(tp) KTS 79
|
Brylla, Wolfgang:
Der polnische und deutschsprachige Retro-Krimi.
„Detektivische“ Fallstudien.
2025, 351 S., 8 Abbildungen, Verlag
Vandenhoeck & Rurprecht (unipress) (Andersheit – Fremdheit – Ungleichheit – Erfahrungen von Disparatheit in der deutschsprachigen Literatur, Bd. 23), 3-8471-1868-4 / 978-3-8471-1868-8, EURO 60,00
„Retro“-Krimis, so die Bezeichnung von Wolfgang Brylla für historische Krimis, haben in Deutschland fast flutwellenartig das Genre „erobert“. Offensichtlich
kommt kein Krimi-Verlag mehr ohne diese Geschichtekrimis aus. Laut Feststellung von Wolfgang Brylla haben auch in Polen diese „Retro“-Krimis einen sehr großen Marktanteil im Krimisegment übernommen.
Ausgewählte Krimis in „historischer Verkleidung“ aus Polen, Deutschland und Österreich hat Wolfgang Brylla für seine Analyse herangezogen, da sich in Ost- und Mitteleuropa, laut Wolfgang Brylla,
dieses Subgenre am rasantesten ausgebreitet hat. Brylla gibt zunächst einen kurzen Überblick zum Forschungsstand und widmet sich dann ausgewählten Klassikern der polnischen und der deutschsprachigen Vertretern
des historischen Kriminalromans. Neben einer Auflistung der untersuchten Primärliteratur wird von Wolfgang Brylla eine äußerst umfangreiche Sammlung von Texten der Sekundärliteratur dokumentiert.
Inhalt:
Re-Literarisierung des Krimis: Zur Zielsetzung einleitender Ermittlungen / Verbrechen (in) der Vergangenheit: Historischer Kriminalroman / „Retro“, Nostalgie, „Vintage“:
Differenzierungsversuch und Forschungsstand / Retro-Krimi. Der „andere“ Geschichtskriminalroman. / Marke Krajewski: Identitätsenwürfe einer retrodeutschen Urbanität (Retro-Breslan im Feuer der Kritik
– Mock und die Popisierung – Städtische Topographien der deutschen Geschichte) / Marcin Wroński: Wider polnische Geschichtsnarrative (Historische Wahrheiten – Lublin-Krimis als Heimatliteratur –
Vergangenheit remastered: Polen und Juden) / Ryszard Ćwirlejs: Wiederbelebung des Milizkrimis: Parodie einer sozialistischen Krimi-Subgattung (Auferstehung
eines Totgesagten: Der Milizkrimi – Räumliche Zeitlichkeit und volkspolizeilicher Anti-Mythos – Comicartiges und ironisches Erzählen) / Maryla Szymiczkowas konzeptuelle Retro-Posse: Bigottes Krakau der
Belle Époque (Pseudonymisierung als Rückgriff auf literarische Tradition – Authentische Geschichtsfiktion im konservativen Krakau – Intertextuelle Zitierlust) / Robert Hültners bayerische Kajetan-Krimireihe:
Wiederentdeckung der (historischen) Provinz („Maigretisierung“ und Mündlichkeit des Erzählens – Filmisches storytelling – Kajetan-Krimis als Form der Anti-Heimatliteratur) / Volker Kutschers Berlin-Krimis: Stadt, Mord, Nazis (Weimarer Republik als literarisches Projekt
– Narrativierung im Film- und Serialitätsmodus – Der kriselnde Rath ohne Rat – Historische Plausibilisierung) / Andrea Maria Schenkels multiperspektivischer Erzählansatz: Fragmentierte Vergangenheit
(Verbrecherische Provinz – Mord als Erzählmontage – Unter Zugzwang des Seriellen) / Horst Bosetzkys Doku-Krimis: Mord ist seine Recherche (Literarische Dokumentalisierung der Geschichtskriminalität –
Neue (historischer) Pitaval – Zwischen Recherche und Psychologisierung – Verkollektivierung der Schuld und Geschichtskorrektur) / Christian v. Ditfurths transhistorische Kriminalromane: Deutsche „Geschichtsbearbeitung“
((K)ein Fall für die Geschichtsdidaktik – Vom Historiker zum Detektiv – Gattungsadaptionen – Im Zeichen des Filmischen) / Max Annas‘ Nicht-Ostalgie: Retrohafte DDR-Bilder in der Krimireihe „Morduntersuchungskommission“
(Kriminalliteratur im Sozialismus – Geschichte in literarisierender Berichtform – Musikalisierung des Wie) / Andreas Pittlers „contra-chronologische Erzählhistorizität“: Vienna crime fiction (Morde(n) in Österreich – Jude, Wiener, Ermittler: Bronstein – Geschichtskulisse des Untergangs – Narrative Dialektisierung)
/ Christof Weigolds fiktionale Geschichtsauthentizität: Hollywood, Stars und Chandler (Name dropping – „Chandlerisierung“ des Verbrechenplots – Historische Serialisierung) / Fazit und Ausblick: Untergang des Retro-Krimis? / Literatur (Primärliteratur/Romane – Sekundärliteratur
– Kriminalliteraturwissenschaft – Andere Fachliteratur) / Internetquellen.
Dr. Wolfgang Brylla ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Zielona Góra, Polen. Seine
Forschungsschwerpunkte sind Kriminal- und Stadtliteratur sowie Populärkultur.
www.ifg.uz.zgora.pl/index.php/o-instytucie/zaklad-literatury-i-kultury-krajow-niemieckiego-obszaru-jezykowego
(tp) KTS 79
Das Interview „7 Fragen an Wolfgang Brylla“ siehe KTS 75
*****
|
Pittler, Andreas:
Immer, wenn sie Krimis schrieben.
Eine Ermittlung in Sachen Kriminalroman.
2022, 200 S., Lesebändchen, Drava Verlag, 3-99138-011-0
/ 978-3-99138-011-5, EURO 21,00
Der österreichische Sachbuchautor und Kriminalschriftsteller Andreas Pittler legte 2022 mit „Immer, wenn sie Krimis schrieben“ eine flott und anschaulich verfasste
kurze Geschichte des modernen Kriminalromans vor. In seiner „kriminellen Lesereise“ rund um den Globus zu den wichtigsten ausgewählten Autorinnen und Autoren des Genres erläutert er deren Arbeiten, gibt
Beispiele zu den Genres und Sub-Genres verschiedener Länder, dies alles verpackt in zwei ausführlichen Teilen. Im dritten und letzten kurzgefassten Teil beschäftigt sich Pittler sehr zielweisend mit dem „Wie“
und „Was“ zum Krimischreiben gehört und was zu beachten ist. Diese treffende Kurzfassung eines „How to Write“-Ratgebers ersetzt so manche der oft vielseitigen Schreibanleitungen. Mit Pittlers Basisinformationen
sollte dem Schreibhandwerker ein spannungsgeladener Text gelingen. Ein fehlender Personenindex ist ein kleiner Wermutstropfen, der Pittlers Werk nicht schmälert allerdings hilfreich gewesen wäre.
Inhalt:
Vorbemerkung / 1. Teil: Die kriminelle Vorgeschichte / 2. Teil: Eine kriminelle Reise um die Welt / 3. Teil: Wie man einen Krimi schreibt – und warum / Epilog.
Andreas P. Pittler, geboren 1964 in Wien, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Wien und arbeitete danach als
Journalist. Sein Gesamtwerk umfasst 36 zumeist historische, Sachbücher und Biographien (z.B. zu Bruno Kreisky und Samuel Beckett), sowie 17 Romane und zwei Bände mit Kurzgeschichten. 2016 wurde ihm vom österreichischen
Bundespräsidenten der Berufstitel „Professor“ verliehen.
www.andreaspittler.at
www.das-syndikat.com/autoren/autor/3821-andreas-pittler.html
(tp) KTS 79
|
|
8 Fragen an Andreas Pittler
Kurzbio: Geboren 1964 in Wien, Studium der Geschichte & Politikwissenschaft dortselbst (Mag.
& Dr. phil.). Erst Journalist, dann jahrzehntelang Beamter, heute freier Schriftsteller. 2006 Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2016 Professur.
Homepage: www.andreaspittler.at
Thomas Przybilka: Was bedeutet Kriminalliteratur für Sie und ist, Ihrer Meinung nach, Kriminalliteratur eine wichtige Literaturgattung?
Andreas Pittler: Ich komme ja eigentlich von der (Geschichts)Wissenschaft, weshalb meine ersten Werke historische Sachbücher waren. Für mich zeigte sich schnell, dass diese nur von jenen gelesen werden, die
ohnehin schon ein gerüttelt Maß an Wissen haben. Und da kam mir der alte Dash unter, der einmal meinte, um Menschen zu erreichen, die keine politische Literatur lesen, müsse man sich jenes Genres bedienen,
das sie lesen. Und so kam ich vor mittlerweile über einem Vierteljahrhundert auf die Kriminalliteratur, die mir seitdem wirklich ans Herz gewachsen ist. Für mich ist sie eigentlich die Königsdisziplin unter
den diversen Genres, denn nirgendwo sonst wird den Schreibenden derart viel abverlangt wie beim Verfassen eines „Krimis“, müssen hier doch Plot, Figurenzeichnung, Logik, Spannung und vieles mehr wohl bedacht
sein. Wer also (immer noch) scheel auf die Kriminalromane herabblickt, der hat das Wesentliche an Literatur generell nicht verstanden.
TP: Ihr Weg zur Kriminalautorin / zum Kriminalautor?
AP: Die Frage habe ich unbewusst zum Teil schon oben
beantwortet. Ich veröffentlichte 1996 eine Biographie
unseres Langzeitskanzlers Kreisky bei Rowohlt und wenig
später eine Geschichte Österreichs bei Ueberreuter, doch
wirklich erreicht habe ich damit nur ein gewisses
Fachpublikum. Mit meinen historischen Krimis hole ich
aber ganz viele Menschen mit den unterschiedlichsten
Bildungshintergründen ab, und das gibt mir sehr viel
Freude und Genugtuung.
TP: Ihre erste Krimi-Veröffentlichung?
AP: „Der Sündenbock“ im Wieser-Verlag anno 2000.
TP: Wurden Sie vom Werk einer Krimiautorin / eines
Krimiautoren beeinflusst?
AP: Gute Güte, da müsste ich jetzt ein eigenes Interview dazu
machen, denn es gibt so unendlich viel gute
KrimiautorInnen, von denen man sich etwas abschauen kann,
dass ich sie unmöglich alle aufzählen kann. Aus genau
diesem Grund verfasste ich 2022 ein Sachbuch über das
Genre, wo ich auf 200 Seiten wenigstens einen Teil jener
großartigen Autorinnen und Autoren vor den Vorhang bitte,
die mich immer wieder aufs Neue beeindrucken und
beeinflussen. Da reicht die Palette von Glauser über
Hammett und Chandler oder die Gebrüder Wainer bis zu
Vásquez-Montalbán, Camilleri, Carofiglio, Markaris und
Marklund, Staalesen, Indridason (um jetzt wirklich nur
ganz, ganz wenige zu nennen).
TP: Gibt es den „Frauenkrimi“ (im Sinne von feministischer
Kriminalliteratur)?
AP: Unbedingt. Edith Kneifl sowie Irene Rodrian und Doris
Gehrke (leider beide heuer verstorben) fallen mir dazu
ein, natürlich auch Sara Paretzky, Val McDermid usw., die
allesamt einen wertvollen Impuls zu unserer Gattung
geleistet haben. Das Faszinierende am Krimi ist ja, dass
er sich nicht darauf beschränken muss, einen spannenden
Fall und dessen Lösung zu schildern. Er kann innerhalb
seiner Geschichte eben auch tiefe Einsichten in spezielle
Aspekte unserer Gesellschaft verpacken. Deshalb wünsche
ich mir nicht nur mehr Frauenkrimis, sondern vor allem
auch mehr Sozialkrimis, die die Finger in die Wunden
unseres Systems legen.
TP: Gibt es einen Kriminalroman/Thriller, den Sie selber
gerne geschrieben hätten?
AP: Es gibt sehr viele Bücher, die mir ausnehmend gut
gefallen. Aber ich weiß, hätte ich sie geschrieben, wären
sie anders geworden. Und in diesem Lichte kann ich die
Frage dann doch leichten Herzens verneinen. Aber es gibt
immer wieder einzelne Szenen in solchen Büchern, die mich
zu eigenem Schreiben inspirieren, das gebe ich gerne zu.
TP: Welche Autorin / welcher Autor ist Ihrer Meinung nach
überschätzt (national und/oder international)?
AP: Witzigerweise fallen mir da gleich Myriaden an AutorInnen
ein, die allerdings eine ganz konkrete Gemeinsamkeit
haben: sie sind KEINE KriminalautorInnen. Was das
Feuilleton vor allem in Österreich aktuell in den Himmel
hebt, das kommt mir samt und sonders überschätzt vor. Aber
im Krimi-Genre gibt es höchstens AutorInnen, deren Stil
mir vielleicht weniger zusagt, denen ich aber ihren Erfolg
dennoch von Herzen gönne. Bernhard Aichner ist so ein
Fall, vielleicht auch Wolf Haas, und so mancher
Skandinavier hätte es für meinen Geschmack ruhig ein
bisschen weniger blutig angehen können. Das heißt aber
nicht, dass sie ihren Platz in unserem Genre zu Unrecht
einnehmen würden.
TP: Welche Autorin / welcher Autor ist Ihrer Meinung nach
unterschätzt (national und/oder international)?
AP: Auch da fielen mir viele ein, denen ich ein größeres
Publikum und eine größere Resonanz wünschen würde. Und
noch viel mehr fallen mir eben nicht ein, weil sie nur
bei kleinen Verlagen unter Ausschluss einer größeren
Öffentlichkeit erscheinen können. Zum Glück gibt es
Institutionen wie das Syndikat, das – etwa im Rahmen des
Glauser-Preises – auch diesen KollegInnen eine faire
Chance einräumt. Gerade bei den alljährlichen
Nominierungen habe ich immer wieder Bücher entdeckt, die
ich ohne Glauser-Preis nie gefunden hätte.
Kriminalromane / Thriller:
David Bronstein-Serie
--- 2008, Tacheles
--- 2009, Ezzes
--- 2010, Chuzpe
--- 2011, Tinnef
--- 2011, Mischpoche. Wiener Kriminalgeschichten
--- 2012, Zores
--- 2014, Charascho
--- 2014, Wiener Bagage. Kriminalgeschichten
--- 2015, Goodbye
--- 2019, Bronstein. Sein vergessener Fall
--- 2025, In der Sache Apfelbaum. Bronsteins letzter Fall
Obiltschnig und Popatnig-Serie
--- 2023, Kärtner Finale
--- 2024, Kärtner Ritterspiel
--- 2025, Kärtner Hochzeit
Privatdetektiv Henry Drake-Serie
--- 2000, Der Sündenbock
--- 2002, Tod im Schnee
--- 2003, Serbische Bohnen
--- 2006, Das Dokument
Standalones
--- 2013, Der Fluch der Sirte
--- 2016, Tod im Hamam
--- 2017, Die Spur der Ikonen
--- 2020, Schatten aus Stein. Ein Fall für Paul Zedlnitzky
--- 2021, Vienna Dschihad
Sachbuch
--- 2022, Immer, wenn sie Krimis schrieben
© Thomas Przybilka
Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur – BoKAS
*****
|
Steffen, Pia Luisa:
Der Erinnerungsort Stasi im Spiegel der aktuellen Gegenwartsliteratur.
2025, Tectum Verlag, XII/420 S., Tectum Verlag (Wissenschaftliche
Beiträge – Literaturwissenschaft, Bd. 58), 3-689-00256-7 / 978-3-689-00256-5, EURO 109,00
Obwohl das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) vor über 30 Jahren aufgelöst wurde, ist die Stasi in den Medien und damit in den Köpfen noch immer präsent.
Zurückzuführen ist dies auf den anhaltenden Aushandlungsprozess um die Frage, wie die DDR zu erinnern ist. Denn im Zuge dieses Prozesses ist das MfS zu einem national wie international bedeutsamen Erinnerungsort
herangewachsen. Wie genau dieser Erinnerungsort aussieht und was die Geschichten, die wir über das MfS erzählen, über uns bzw. die gegenwärtig in Deutschland wirkenden Erinnerungs- und Identitätkollektive
aussagen, untersucht Pia Luisa Steffen in einer interdisziplinär angelegten Studie anhand ausgewählter Werke der deutschen Gegenwartsliteratur.
Inhalt (Auszug):
1. Einleitung / 2. Erinnerung, Identität und Narration / 3. Erinnerungen auf kollektiver Ebene / 4. Literatur und Erinnerung – Berühungspunkte und Interdependenzen
/ 5. Die DDR-Erinnerung als Kristallisationspunkt deutscher Erinnerungskollektive / 6. Post-DDR-Literatur – die Literarisierung der DDR nach 1990 / 7. Der Themenkomplex Stasi / 8. Die Stasi-Darstellung in der aktuellen
Gegenwartsliteratur [Marc Buhl: „drei sieben fünf“ (2007) / Karsten Dümmel: „Strohblumenzeit“ (2014) / Christian Ahnsehl: „Der Ofensetzer“ (2020)] / 9. Schlussbetrachtung / 10.
Sigelverzeichnis / 11. Abkürzungsverzeichnis / 12. Literaturverzeichnis [Primärquellen: (Primärliteratur / Filme) / Sekundärquellen: (Sekundärliteratur / Internetsetien und –dokumente / Reportagen
und Fernsehbeiträge)].
(vt) KTS 79
|
Weishaupt, Susanne:
Genderaspekte in Kriminalromanen zeitgenössischer Autorinnen.
Kriminalliteratur aus Indien, Südafrika, Irland und
Schottland.
2024, 369 S., Tectum Verlag (Literaturwissenschaft, Bd. 57), 3-68900-107-2 /978-3-689-00107-0, EURO 89,00
In Deutschland wird die Hälfte der publizierten Kriminalromane von Frauen gelesen. Untersuchungen in Deutschland und Großbritannien belegen, dass die Verkaufszahlen
auf dem Krimi-Buchmarkt auf weibliche Leser hinweisen. Mehrheitlich sind es also Frauen, die Krimis erwerben (2015: 51 % in Deutschland / 2018: 53 % in Großbritannien). Da die Hälfte der verlegten Kriminalromane
auch von Frauen stammen, stellt sich für Susanne Weishaupt u.a. die Frage: „Morden Frauen anders? Oder ermitteln sie anders als ihre männlichen literarischen Pendants“? Um diese und andere Fragen beantworten
zu können, hat sich die Autorin zwölf Kriminalschriftstellerinnen gewidmet. Diese Auswahl stellt selbstverständlich keinen „umfassenden Überblick oder gar eine erschöpfende repräsentative
Abhandlung“ dar, wie Weishaupt ausführt. In der Tat wäre dies, wenn es denn so gemeint wäre, eine schier unmögliche Aufgabe. Die von Weishaupt für ihre Analyse begutachteten zwölf bekannten
wie auch relativ unbekannten Autorinnen veröffentlichen in Indien, Südafrika, Irland und Schottland (in alphabetischer Auflistung): Claire Allan, Deepa Anappara, Kishwar Desai, Helen Fitzgerald, Tana French, Smita
Jan, Vaseem Khan, Claire McGowan, Denise Mina, Liz Nugent, Margie Orford und Kalpana Swaminathan. Zu Beginn ihrer Untersuchung gibt Weishaupt einen relativ umfangreichen Überblick zur Geschichte weiblicher Ermittlerfiguren,
daneben die obligatorische Standortbestimmung und Definition zum „Frauenkrimi“ respektive der feministisch beeinflussten Kriminalliteratur und widmet sich dann den Kriminalliteraturen der oben genannten Länder,
um sich dann im Detail mit den einzelnen der zwölf Autorinnen zu beschäftigen. Abgeschlossen wird Weishaupts höchst lesenswerte Abhandlung durch die Aufstellung der begutachteten und behandelten Primärtexte
sowie einer umfangreichen Auflistung der Sekundärliteratur.
Inhalt:
Einleitung / Die Geschichte weiblicher Ermittlerfiguren / Kriminalliteratur aus Südafrika [hier: Margie Orford] / Kriminalliteratur aus Indien [hier: Kalpana Swaminathan,
Kishwar Desai, Smita Kain, Deepa Anappara] / Tatort Nordirland und Irland: Frauen als Opfer soziokultureller Gegebenheiten? Kinder, Küche, Kirche? [hier: Claire McGowann, Claire Allan, Tana French, Liz Nugent] / Kriminalliteratur
schottischer Autorinnen – Female Tartan Noir? [hier: Val McDermid, Helen Fitzgerald, Louise Welsh, Ann Cleeves, Sara Sheridan, Deborah Masson, Denise
Mina] / Schlussbetrachtung / Literatur [Primätexte / Sekundärliteratur].
(tp) KTS 79
|
Autorenporträts
Autobiographien
Biographien
Werkschau
Kaes, Wolfgang:
Grauland.
2025, 207 S., 8 s/w Fotos, Rhein-Mosel-Verlag, 3-89801-490-8 / 978-3-89801-490-8, EURO 16,90
Wolfgang Kaes, mit Preisen gekrönter ehemaliger Chefreporter und Investigativ-Journalist des Bonner General-Anzeigers, zudem Autor von neun Spannungsromanen und Thrillern,
wurde in der Kleinstadt Mayen in der Vulkaneifel geboren. Mehr oder weniger abgeschieden von der Welt, wurde die Eifel früher gern als „Preußisch-Sibirien“ verspottet. Im fiktiven Nest namens Lärchtal
siedelt Kaes, der hier unter dem Namen Klaus Küpper als Erzähler dient, seinen autofiktionalen Roman an, der in 32 Kapiteln von der Geschichte dreier Generationen seiner, Wolfgang Kaes‘, Familie berichtet.
Neben seinen Kriminalromanen verarbeitete Kaes auch reale Kapitalverbrechen in diversen Spannungsromanen. Stets ging es um Mord, um Mord geht es, unter anderem, auch in „Grauland“. Ein Verbrechen, das seine Familie
traf und das nie aufgeklärt werden konnte. Neben seiner und seiner Familie Geschichte, porträtiert „Grauland“ auch die herbe Schönheit der Eifellandschaften. Neben den autofiktionalen Berichten der
verschiedenen Mitglieder der Familie Kaes/Küpper hat Wolfgang Kaes sehr persönliche Einsichten und Urteile zu diversen Institutionen und Ereignissen der letzten Jahre eingefügt, ebenso Hintergründe zu seiner
beruflichen Laufbahn. Wer die erfolgreichen Krimis und Thriller von Wolfgang Kaes gern gelesen hat, dem sei „Grauland“ herzlich empfohlen, der wird einen bissigen wie empathischen Autoren Wolfgang Kaes kennenlernen.
Wolfgang Kaes, 1958 in der Kleinstadt Mayen in der Eifel geboren, finanzierte sein Studium der Politikwissenschaft als Waldarbeiter, Hilfsarbeiter
im Straßenbau, Lastwagenfahrer und Taxifahrer. Er schrieb Reportagen für den „Stern“, „Die Zeit“ und das „Zeit magazin“. 2012 kürte ihn eine Jury der Fachzeitschrift „Medium-Magazin“
in Berlin zum „Reporter des Jahres“, 2013 erhielt er in Hamburg den Henri-Nannen-Preis in der Kategorie „Investigative Recherche“. Seit 2003 verarbeitet er seine journalistischen Rechercher auch zu
Romanen. Kaes war viele Jahre Chefreporter des Bonner General-Anzeigers, bevor er 2020 entschied, sich künftig ganz dem Bücherscheiben zu widmen.
www.wolfgang-kaes.de
(tp) KTS 79
Das Interview „8 Fragen an Wolfgang Kaes“ siehe KTP 145
|
Film
TV
Hörspiel
Theater
Lohs, Cornelia:
Der inoffizielle James Bond Reiseführer.
Die aufregendsten Schauplätz der 007-Reihe.
2025, 208 S., 220 Abbildungen,
Verlagshaus24/Bruckmann, 3-7343-3182-X / 978-3-7343-3182-4, EURO 19,99
Für alle, die James Bond lieben: „Der inoffizielle James Bond Reiseführer“ nimmt Sie mit zu den ikonischen Drehorten des berühmtesten Geheimagenten der
Welt. Ob in exotischen Paradiesen, im alpinen Panoramarestaurant auf dem Schilthorn oder mystischen Orten wie den schottischen Highlands oder dem italienischen Matera – erleben Sie hautnah, wo 007 seine Abenteuer erlebt
hat. Mit spannenden Hintergrundinformationen, Reisetipps und faszinierenden Anekdoten wird Ihr nächster Urlaub garantiert zur geheimen Mission.
Inhalt:
Vorwort / Special: Der Schöpfer des Superagenten
--- Karibik: Oracabessa Bay / Dunn’s River Falls / Kingston / Green Grotto Caves / Jamaica Swamp
Safari Village / Port Antonio / Kuba? Jamaika! / Royal Bahamas Defence Force / Thunderball-Grotte / The Ocean Club
--- Großbritannien: Wohnorte / Vauxhall Cross Building / Somerset House / Special: Die kultigsten Mitarbeiter des MI6 / Castle Baynard Tunnel / College of Arms / The Treasury Building / Ornamental Canal / 02 Arena / Westminster
Bridge / Four Seasons Hotel / Special: Eine Name – viele Gesichter / National Gallery / Dukes Bay / 42 Roupell Street / Camden Lock / Rules Restaurant / Broadgate Tower / Buckingham Palace / ---City Hall / Virgin Active
Canary Riverside Health Club / Stoke Park, Buckinghamshire / Pinewood Studios / Blenheim Palace / Schottland / Secial: Bonds legendärer Aston Martin
--- Frankreich: Grande Corniche / Vellefranche-sur-Mer / Paris / Château de Chantilly / Château
Vaux-le-Vicomte / Chamonix-Mont-Blanc
--- Italien: Gardasee / Cortina d’Ampezzo / Siena / Comer See / Venedig / Rom / Matera / Gravina
/ Costa Smeralda
--- Deutschland & Niederland: Berlin / Hamburg / Amsterdam
--- Österreich & Schweiz: Wien / Ötztaler Alpen / Bregenz / Weißensee in Kärnten / Verzasca-Staudamm im Tessin / Piz Gloria, Schilthorn / Furkapass
--- Norwegen & Färöer Inseln: Atlantikstraße / Langvann-See / Jostedalsbreen-Nationalpark / Färöer Inseln
--- USA: Florida Keys / Hemingway Home & Museum, Key West / Miami Beach / Kennedy Space Center
/ New Orleans / Special: Kultmusik / Golde Gate Bridge / Cable Car / Fisherman’s Wharf / San Francisco City Hall / Lefty O’Doul Bridge / Transamerica Pyramid / Chinatown / Dunsmuir House and Gardens / Elrod House
/ The Westgate Las Vegas Resort & Casino / Upper East Side / Vereinte Nationen / Central Park
--- Mexiko City: Tag der Toten / Zócalo / Special: James Bonds Widersacher / Gran Hotel de la
Ciudad de México / Palacio Correo Central
--- Asien: Khao Phing Kann / Khlongs in Bangkok / Rajadamnern Muay Thai Stadium / Muang Boran –
Ancient City / Phang-Hga-Bucht, Thailand / Sinn Sathorn Tower / Dragon Garden, Hongkong / The Peninsula Hongkong / Casino de Macau / Hotel New Otani / Tokio Tower / Ginza / Sumō-Stadion Ryōgoku Kokugikan / Nakano-shimbashi
Metro Station / Burg Himeji / Special: Blick hinter die Kulissen
Register / Bildnachweis / Impressum.
Fernweh plagte die Journalistin und Autorin Cornelia Lohs schon als Kind. Heute ist sie einen großen Teil des Jahres in der Welt unterwegs,
dabei haben es ihr vor allem Irland, die nordischen Länder, Kanada, Lateinamerika und die USA angetan. Cornelia Lohs lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Heidelberg.
www.cornelia-lohs.de
(vt) KTS 79
Als sinnvolle Ergänzung empfiehlt das BoKAS:
--- Tesche, Siegfried: Der große James Bond Atlas. Alle Filme, Schauplätze & Hintergründe. 2008, Wissen Media Verlag / Bertelsmann Lexikon Institut
*****
|
Thyssen, Stefanie:
Nemec & Wachtveitl.
Das Münchner Kult-Duo.
Exklusive Einblicke und Erinnerungen aus 35 Jahren Fernsehgeschichte.
2025, 192 S., zahlreiche Farbfotos, Gmeiner-Verlag (Gmeiner Studio), 3-7801-2014-3 / 978-3-7801-2014-4, EURO 28,00
2026 wird der letzte und damit 100. Münchner „Tatort“ mit den Ermittlern Franz Leitmayer (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) im TV ausgestrahlt. Begonnen
hat eine der beliebtesten Serie aus der „Tatort“-Reihe im Jahr 1991. Stefanie Thyssen, Kultur- und TV-Rdakteurin, die seit vielen Jahren für den Münchner Merkur über den Münchner „Tatort“
berichtet, hat den beiden Kult-Ermittlern mit ihrem Buch sozusagen ein Denkmal geschaffen. Opulent mit Farbfotos ausgestattet, lässt sie das Fernseh-Schaffen der beiden Münchner Kommissare Revue passieren. Grundlagen
sind, neben ihren Veröffentlichungen zu der Serie, ihre vielen Interviews mit beiden Schauspielern. Wer noch einmal die Münchner „Tatort“-Reihe vom Anfang bis zum Ende begleiten möchte, dem sei diese
hommage herzlich empfohlen.
Inhalt:
Das Mords-Duo / Spurensuche – Wie Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl „Tatort“-Kommissare wurden / Tathergang – Prinzipien, Themen und Schauplätze der
Krimis mit Batic und Leitmayr / Täterprofile – Die Schauspieler privat (Miroslav Nemec – Zwischen Kroatien und Bayern / Udo Wachtveitl – Ein Münchner Original) / Langer Brief zum langen Abschied
– Eine Würdigung von Dominik Graf / Im Verhör – Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec über 35 Jahre als „Tatort“-Duo / Lebenslänglich – Folgen für die Ewigkeit („Frau
Bu lacht“ / „Norbert“ / „Ein mörderisches Märchen“ / Unglück am Set / „Im freine Fall“ / Die Kommissare und die Liebe / „Nicht jugendfrei“ / „Der oide
Depp“ / „Wir sind die Guten“ / „Nie wieder frei sein“ / „Der tiefe Schlaf“ / Ein sinnvoller Streit / „Die letzte Wiesn“ / „Die Wahrheit“ & „Der Tod
ist unser ganzes Leben“ / „Unklare Lage“) / Im Fadenkreuz – Folgen, die für Schlagzeilen sorgten (Leitmayr lebt / Der „Porno-Tatort“ / Der Kommissar als Täter / Tote Tiere / Der
kleingeistige Franke) / Querschläger – Episoden, die keine Volltreffer sind / Freunde und Helfer – Wie echte Polizisten Batic und Leitmayr beraten haben / Komplizen – Die Wegbegleiter der Kult-Kommissare
(Michael Fitz alias Carlo Menzinger / Ferdinand Hofer alias Kalli Hammermann / Lisa Wagner alias Christine Lerch / Robert Joseph Bartl alias Dr. Matthias Steinbrecher) / Hintermänner und –frauen – Die „Tatort“-Redaktion
/ Danksagung an meine Mittäter / Kriminalstatistik – Titel, Autoren und Regisseure der Folgen 1 bis 100 / Bildnachweise.
Stefanie Thyssen, Jahrgang 1974, hat schon als Kind gern ferngeschaut und ihre Leidenschaft später zum Beruf gemacht. Nach dem Studium der Romanistik und einem Volontariat
kam sie 2003 zur Mediengruppe Münchner Merkur tz und arbeitet dort seitdem als Kultur- und TV-Redakteurin. Stefanie Thyssen lebt mit ihrer Familie in München.
(tp) KTS 79
|
Kriminalistik
True Crime
Spionage
Abraham, Nils / Wegener Friis, Thomas / Müller-Enbergs, Helmut / Rostgaard Nissen, Mogens (Hg):
Spionage im Grenzland.
Nachrichtendienste
in Schleswig-Holstein und Süddänemark.
2025, 336 S., 45 s/w Abbildungen, BeBra Wissenschaft Verlag, 3-95410-346-X / 978-3-95410-346-1, EURO 38,00
Nicht nur die Hauptstädte der verschiedenen Länder waren „Hotspots“, in denen sich Spione tummelten. Auch die Provinz war für diverse Nachrichtendienste
für Ausspähungen wertvoll. Gerade die Grenzgebiete der Staaten waren für die Militärspionage von bevorzugter Bedeutung. Im deutsch-dänischen Grenzgebiet, Heimat nationaler Minderheiten, war Spionage
vor dem WK I und während der Wehrmachtsbesatzung in der Zeit des 2. Weltkriegs und später im Kalten Krieg gang und gäbe. Dieses Grenzland war das „Arbeitsgebiet“ von militärischen und zivilen
Geheimagenten der USA, Großbritanniens, der DDR und aus Polen. In siebzehn gut lesbarenen Analysen beleuchten Herausgeber und Beiträger wie, wo und durch wen die bis dato recht „unsichtbare Geschichte“
der Spionage im Grenzland sehr lebendig war. Jedes Kapitel wird mit einer knappen und griffigen Zusammenfassung er- und beschlossen. Weiterführende Literatur wird in zahlreichen Fußnoten angeboten.
Inhalt:
Karen Prien: Vorwort / Nils Abraham – Thomas Wegener Friis – Helmut Müller-Enbergs – Mogens Rostgaard Nissen: Spionage im Grenzland. Nachrichtendienste in
Schleswig-Holstein und Süddänemark / Kristian Bruhn: Aktivitäten ausländischer Militärgeheimdienste in Schleswig-Holstein vor dem und im Ersten Weltkrieg / Jan Thulstrup: Die deutsche Minderheit im
Dienst des SD und der Gestapo / Martin Göllnitz – Henrik Lundtofte: Grenzland-Experten an der „Schlagsahnefront“? Schleswig-Holsteinische Polizei- und SD-Führer im besetzten Dänemark 1940-45
/ Anne Rheder Andersen: Do not quote! Amerikanische Open Source Intelligence im Zweiten Weltkrieg / Dieter Bacher: „Intelligence“ und Besatzung. Britische Geheim- und Nachrichtendienste im besetzten Deutschland
1945-1955 mit besonderer Berücksichtigung Schleswig-Holsteins / Mogens Rostgaard Nissen: Streng vertraulich! Die geheimen Berichte aus Südschleswig / Anne Heckmann – Thomas Wegener Friis: H.M. Lunding. Ein
schleswigscher Nachrichtendienstler in offiziellem Auftrag / Helmut Müller-Enbergs: Nationalsozialisten in Diensten der DDR-Spionage / Bodo v. Hechelhammer: Nazispion, Geheimagent und Stasispitzel. Die klandestinen Karrieren
des Hans Sommer aus Nortorf / John Jensen: Günter Toepke. Der Stay-behind-Chef von Mölln / Carsten Müller-Boysen: „Sicherung und Erhaltung der freiheitlich demokratischen Grundordnung“. Die Anfänge
des Verfassusngsschutzes im Land Schleswig-Holstein / Thomas Wegener Friis: Die dänische Minderheit unter der Lupe / Jon Thulstrup: Nach 1945. Neustart der deutschen Minderheit in Dänemark zwischen Überwachung
und Akzeptanz / Helmut Müller- Enbergs: DDR-Spionage in Schleswig-Holstein / Władyslaw Bułhak: Flensburg und Schleswig-Holstein in den Beständen polnischer Archive im Hinblick auf die Sicherheit der Grenzregion
/ Nils Abraham – Thomas Wegener Friis: „in dubio pro reo“. Zur Rolle des sozialen Kapitals und der Geschlechterungleichheit im Gerichtsverfahren 1982/83 gegen den dänischen Dreifachagenten Flemming Sørensen
/ Die Autorinnen und Autoren.
Nils Abraham ist Professor an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen.
Helmut Müller-Ensberg lehrt am Center for Cold War Studies der University of Southern Denmark.
Mogens Rostgaard Nissen ist Direktor der Forschungsabteilung der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig.
Thomas Wegener Friis ist Direktor des Center for Cold War Studies an der University of Southern Denmark.
(tp) KTS 79
|
Braun, Jutta / Freund, Nadine / Mentel, Christian / Take, Gunnar:
Das Kanzleramt.
Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit.
2025, 938 S., 96 Abbildungen, Wallstein Verlag, 3-8353-5598-8 / 978-3-8353-5598-9, EURO 58,00
Das Bundeskanzleramt war seit 1949 die politische Schaltzentrale der jungen westdeutschen Demokratie. Aufgrund der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers konnte die Behörde
auf alle Bereiche des Regierungshandelns einwirken. Dabei bewegte sie sich im Spannungsfeld zwischen demokratischem Neubeginn und den Nachwirkungen des Nationalsozialimus. Während die NS-Belastung des langjährigen
Amtschefs Hans Globke häufig thematisiert wurde, wusste man über das Personal dieser bundespolitischen Schlüsselstelle bisher nur wenig. Woher kamen die leitenden Beamten, welches Politik- und Demokratieverständnis
brachten sie mit oder entwickelten sie? Wie steuerte das Bundeskanzleramt die Personalpolitik, den Umgang mit NS-Vergangenheit und die Öffentlichkeitsarbeit des Bundes? Der Band vereint vier Studien, in denen diese Fragen
erstmals umfassend untersucht werden. Ausgehend von den Biographien der im Kanzleramt tätigen Beamten spannen Autorinnen und Autoren den Bogen vom frühen 20. Jahrhundert über die NS-Zeit und die Ära Adenauer
bis in die 1970er Jahre.
Inhalt:
--- Editorial
--- Gunnar Take: Aufbau und Überwindung der Kanzlerdemokratie. Personalpolitik und Beamte des
Bundeskanzleramtes (1949-1970). / Einführung / Auf- und Umbau der Regierungszentrale von Adenauer bis Brandt / Die Biografien des Personals während des „Dritten Reichs“ / Bundespersonalpolitik: Durchsetzung
der Kanzlerdemokratie / Fazit
--- Nadine Freund: Das Kanzleramt, seine leitenden Akteure und die Demokratie. Politische Prägungen
und politische Praxis. / Einleitung / Sozialisation, Erfahrungen und Grundvorstellungen der leitende Akteure des Bundeskanzleramts / Politische Praxis – drei Fallstudien / Fazit
--- Christian Mentel: Das Kanzleramt und der Nationalsozialismus. Sechs Fallstudien zum Umgang mit biografischen Belastungen, früheren Verfolgten und zeitgenössischem Rechtsextremismus. / Anlage des Beitrags /
NS-Vergangenheit als Ressource – Hans Globke und seine Fürsprecher / Teufelsaustreibung mit Beelzebub – Die „Aktion Feitenhansl“ gegen die Sozialistische Reichspartei / Historische Weichenstellungen
– Hans Buchheims Forschungstätigkeit im Kanzleramt / Verteidigen, Dokumentieren, Historisieren – Arbeit an der Biografie Kurt Georg Kiesingers / Zugwandte Selbstbezogenheit – Kanzlerdiplomatie gegenüber
dem jüdischen Staat / Schreckgespenst Entnazifizierung – Die Rückgabe der Unterlagen des Berlin Document Center / Resümierende Zusammenfassung
--- Jutta Braun: Das Bundespresseamt und die NS-Vergangenheit. / Einleitung / Im Schatten von Goebbels:
ein schwieriger Anfang / Die Spur des „Reptilienfonds“: Intransparenz und Parteilichkeit / Die „Bewältigung“ der Vergangenheit / Das Bild des deutschen Soldaten / Pressekriege / Das BPA im Kreuzfeuer
/ Resümee
--- Abkürzungsverzeichnis / Abbildungsverzeichnis / Quellen- und Literaturverzeichnis (Ungedruckte Quellen: Beitrag Gunna Take / Beitrag Nadine Freund / Beitrag Christian
Mentel / Beitrag Jutta Braun –- Publizierte Quellen und Literatur) / Die Autorinnen und Autoren / Die Herausgeberin und die Herausgeber / Personenregister.
Jutta Braun ist Leiterin der Abteilung „Regime des Sozialen“ am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische
Forschung Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der deutschen Teilung und Vereinigung sowie die Behördengeschichte in Diktatur und Demokratie.
https://www.zzf-potsdam.de/institut/personen/mitarbeiter_innen/jutta-braun
Nadine Freund war von 2017 bis 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.
Aktuell ist sie Dozentin am Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) sowie Privatdozentin an der Universität Kassel.
https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund.html
Christian Mentel war bis 2020 wissenschaftlicher Mitabeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Potsdam. Er hat u.a. zu den Feldern Geschichtspolitik und Erinnerungskultur, insbesondere zu den Themen NS-Aufarbeitung und Behördenforschung geforscht.
https://zeitgeschichte-online.de/autoren/christian-mentel
Gunnar Take war bis 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.
Gegenwärtig arbeitet er in der Abteilung Unternehmensgeschichte der Universität Stuttgart und forscht zum Geld- und Bankwesen der DDR.
https://www.hi.uni-stuttgart.de/institut/team/Take-00001/
(vt) KTS 79
|
Drack, Hariett:
Mörder unter uns.
Wahre Verbrechen, menschliche Abgründe und die Suche nach Antworten.
Eine Gerichtsreporterin erzählt.
2025, Heyne Paperback, 3-453-60720-1 / 978-3-453-60720-0, EURO 14,00
Ein Patient sperrt seine Therapeutin lebendig in einen Sarg. Ein Erzieher missbrauchte auf grausame Weise das Vertrauen von Eltern. Eine Mutter tut das Unvorstellbare aus Angst
vor ihrem Partner. Gerichtsreporterin Hariett Drack berichtet von den bizarrsten und spektakulärsten Kriminalfällen aus dem Inneren des Kölner Landgerichts. Mit klarem Blick und eindringlicher Sprache erzählt
sie von realen Verbrechen, die erschüttern, verstören – und nicht mehr loslassen. --- Die Frage nach dem Warum führt nicht nur zu Antworten – sondern tief hinein in die dunkelsten Abgründe des
Menschen.
Inhalt:
--- Vorwort
--- Kapitalverbrechen: Eine verhängnisvolle Diagnose / Die Gedanken sind frei / Baby Hannah / „Kaputt im Kopf“ / Eisleiche / Flughafenbaby / 41 Stiche / Mädeltreff
/ Hantelmord / Turnübungen
--- Delikte vor dem Amtsgericht: Nichts dazugelernt / Influencerin / Keine Reha für Rottweiler Rovi / Toller Typ / Ohne Hose / Verleumdung / Lappalie / Notaufnahme / Wiener
Schmäh / Nacktfoto / Unter Wasser / Senioren im Gerichtssaal / Ein unmoralisches Angebot / Ergreifende Geste / Kettensäge / „Damit muss die Gesellschaft leben“ / Heiratsschwindler / Tiefenentspannte Arroganz
/ Aus dem Alltag einer Gerichtsreporterin [Interview].
Vier Jahrzehnte lang arbeitete Hariett Drack als Polizei- und Gerichtsreporterin beim „Kölner Stadt-Anzeiger“. Heute ist sie
freie Autorin und schreibt unter anderem für „Zeit Verbrechen“. Die tiefen menschlichen Abgründe und die oft bizarren Geschichten, die sich im Gerichtssaal entfalten, ziehen sie auch nach all den Jahren
noch in ihren Bann und motivieren sie, darüber zu schreiben.
www.hariettdrack.de
(vt) KTS 79
|
Franz, Franziska:
Tatort Kettenhofweg.
2025, 347 S., [im Anhang: Nachwort: Erfundene Leben - Reale Leben / Verzeichnis realer Personen / Quellenverzeichnis],
OA, Gmeiner-Verlag(True Crime), 3-8392-0909-9 / 978-3-8392-0909-7, EURO 15,00
Am 15. August 1994 machen Ermittler der Frankfurter Mordkommission eine grausame Entdeckung. In einer Villa im Westend werden sechs Leichen gefunden – ein Mann und fünf
Frauen, alle erdrosselt. Die Witwe Helga Lindemeyer wohnt gegenüber und beobachtet, wie die Leichen abtransportiert werden. Schon lange vor den Morden saß sie oft am Fenster und hatte die Villa im Blick. Dabei ahnte
sie zunächst nicht, dass die beiden Hausbesitzer, Ingrid und Gabor Bartos, die auch unter den Toten waren, ein privates Bordell betrieben. Helga ist geschockt und möchte unbedingt mehr über die Hintergründe
der Morde erfahren. --- Fesselndes True Crime über eines der bis heute brutalsten Verbrechen Deutschlands – spannend rekonstruiert von der bekannten True-Crime-Podcasterin Franziska Franz.
Franziska Franz lebt in Frankfurt am Main. Ihr Schwerpunkt als Autorin liegt im Krimi- und Thriller-Bereich. Sie hat neun Krimis, diverse Kurzkrimis
und ein Sachbuch geschrieben. Franziska Franz ist Mitglied im Syndikat e.V., dem Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur. Außerdem betreibt sie seit März 2023 gemeinsam mit dem Direktor der Frankfurter
Rechtsmedizin, Professor Marcel A. Verhoff, den True-Crime-Podcast „SpurenElemente“ über historische Frankfurter Kriminalfälle. Im April 2024 ist das gleichnamige Buch zum Podcast erschienen.
www.autor-krimi.de
www.das-syndikat.com/autoren/autor/8036-franziska-franz.html
(vt) KTS 79
|
Heinecke, Julia:
Kurz vor Kassenschluss.
Der erste Bankraub mit Geiselnahme.
2025, 265 S., [im Anhang: Quellennachweise], OA, Gemeiner-Verlag
(True Crime), 3-8392-0882-3 / 978-3-8392-0882-3, EURO 15,00
1993: Nachwuchsjournalistin Valerie sieht ihre Chance gekommen, als sie einen verurteilten Bankräuber für eine Reportage im Freiburger Gefängnis interviewen darf.
Kuno Mattusch hatte 1968 bei einem Banküberfall den Filialleiter als Geisel genommen. Auf der abenteuerlichen Flucht starb die Geisel. Begeistert berichtet Valerie ihren Elten von ihrem Projekt – und stößt
auf heftige Ablehnung. Sie erfährt, dass ihre Familie mehr mit dem Banküberfall zu tun hat, als ihr lieb ist. Was verbergen ihre Eltern? Valerie beschließt, die Wahrheit zu ergründen. --- Der erste Banküberfall
mit Geiselnahme in Deutschland ereignete sich 1968 in Badenweiler in einer provisorischen Bankfiliale – mit tragischem Ende.
Julia Heinecke wurde in Berlin geboren, wuchs im nördlichen Schleswig-Holstein auf und ist seit über 25 Jahren in Südbaden zu Hause.
Sie absolvierte eine Ausbildung zur Übersetzerin/Dolmetscherin und studierte anschließend Kulturwissenschaften. Heute lebt und arbeitet Julia Heinecke als freiberufliche Übersetzerin, Lektorin und Autorin in
Freiburg. „Kurz vor Kassenschluss“ ist ihr siebter Roman.
(vt) KTS 79
|
Kleinhubbert, Guido:
Düstere Geheimnisse.
Was mysteriöse Fundstücke über die deutsche Vergangenheit verraten.
2025, 272 S.,
40 s/w und 2 farbige Fotos, Penguin Verlag, 3-328-11343-6 / 978-3-328-11343-0, EURO 20,00
Guido Kleinhubbert wird „Spiegel“-Lesern nicht unbekannt sein. Dort erscheint, in unregelmäßigen Abständen, seine Serie „Deutschlands düstere
Geheimnisse“. Die vorliegende „True History mit Gruselfaktor“ basiert auf der o.g. Serie. Die insgesamt 40 mit s/w-Fotos bebilderten Beiträge thematisieren Kriege, Katastrophen, Seuchen, Mord und Totschlag
von der Steinzeit bis in die Neuzeit. Grundlage der „True History“-Beiträge sind mysteriöse Fundstücke aus Mooren, Klöstern oder Hinrichtungsstätten, die das eine oder andere über
unsere Vorfahren verraten und deren Geheimnisse von Kleinhubbert ans Licht gebracht werden.
Inhalt:
Einleitung / Das Leid der Schamanin / Die Menschenschlächter von Herxheim / Die Skelettreste aus der Blätterhöhle / Der perforierte Schädel von Pritschöna
/ Die Axt aus der Oldendorfer Totenstatt / Die rätselhaften Steine von Regensburg / Pfeilspitzen aus dem Tollensetal / Das Mädchen aus dem Moor / Das letzte Opfer der Varusschlacht / Das Martyrium der Zauberpuppen
/ Die Kinder des Teufels / Die sprechende Vulva / Die letzte Zuflucht der lebenden Leichen / Der Keller, den es nicht geben dürfte / Die Kirche im Meer / Die Untoten des Klosters Harsefeld / Ein Stadt und ihre Amnesie
/ Wenn das Schwert nicht traf / Der Glasphallus aus dem Nonnenkloster / Die Bleikulgen, die den Tod brachten / Katzen in der Wand / Die Bleche der Schmerzen / Die armen reichen Kinder von Wolfenbüttel / Die Geheimnisse
der Kirchturmkugeln / Die Totenhochzeit / Die Hand der Emme / Das rätselhafte Ei aus der Küchenwand / Das Notizbuch aus der Gruft / Das Blutglas von Stade / Gift im Mund / Der eiserne Sarg / Das Wunder im Watt /
Der Mumienschatz von Mannheim / Kunst aus Omas Haaren / Der König der Ratten / Die Keule, die im Fluss lag / Das Herz aus dem Bunker / Das Massaker im Wald / Feger gegen Furunkel / Der Mann mit der Maske / Anhang / Dank
/ Personen- & Fundortregister / Glossar des Grauens / Bildnachweis.
Guido Kleinhubbert, geboren 1973, wurde bei den „Westfälischen Nachrichten“ in Münster und an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg ausgebildet. Ab 2001 war Kleinhubbert
Reporter bei der „Süddeutschen Zeitung“, 2005 wechselte er zum „Spiegel“, wo er vor allem über Archäologie, Anthropologie und Alte Geschichte schreibt und außerdem Autor der Kolumne
„Deutschlands düstere Geheimnisse“ ist.
(tp) KTS 79
|
Jahrbücher
Zeitschriften
CWT – Crime Writers of Taiwan (Hg) / Hong Xuming (Red.):
Crimystery 2025.
2025, 352 S., zahlreiche Farbfotos, CWT - Crime Writers of Taiwan,
978-626-77502-8-5, NT$/New Taiwan $ 500,00
Erfreulicherweise ist das Jahrbuch der Crime Writers of Taiwan, „Crimystery 2025“ auch in diesem Jahr durch Vermittlung des taiwanesischen Krimiautors und Kollegen
Chu Wen-huei wieder im BoKAS - Bonner Krimi Archiv Sekundäriteratur eingetroffen. Ebenso erfreulich ist, dass in der diesjährigen Ausgabe des Jahrbuchs neben vielen anderen Artikeln auch ein Porträt des BoKAS
veröffentlicht wurde. Chu Wen-huei gibt einen auszugsweisen Blick auf den Inhalt. (Zwei Beiträge in Englisch, alle anderen in Chinesisch).
(tp)
Inhalt (auszugsweise):
Ji Ching über die Organisation des CWT / Preisvergaben für originelle und kreative Kriminalromane / „Rising Star Awards“ für herausragende Rezensionen
und Kritiken / Leseempfehlungen zu Kriminalromanen die von einer Jury in den Kategorien „Gold“, „Feuer“, „Erde“, „Wasser“ und „Holz“ ausgezeichnet wurden / Aufbau
für einen internationalen Austausch im Bereich Kriminalliteratur, wie z.B. Teilnahme an internationalen Buchmessen, Interviews mit Krimiautorinnen und –autoren, Übersetzung von Kriminalromanen aus Fremdsprachen
/ Ji Ching mit einer Parodie auf die „Zehn Gebote zur Kriminalliteratur“ von Ronald Knox und Ji Chings persönlichen zehn Regeln / Tymo Lin, in Kanada lebender taiwanesischer Krimiautor über ein „International
Forum of Crime Fiction Critics“ mit sechs Krimi-Autoren und –Kritikern (Martin Edwards, England – Oomori Shigeki, Japan – Morooka Takuma, Japan – Heero Chiao, Taiwan – Lighter Hung, Taiwan
– Erik D’Souza, Kanada) / Chu Wen-huei mit einem Artikel zum Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur / Thomas Przybilka „8 Questions to Chu Wen-Huei“ / Chu Wen-huei „Under the microscope:
Taiwan’s crime Scene“.
www.the-cwt.com
(Chu Wen-huei) KTS 79
*****
|
Biblioteca la Bòbila / L’Hospitalet (Hg):
L’H Confidencial.
El fanzine del „Club de Lectura de Novel-la Negra“
de la Biblioteca la Bòbila
Vom katalanisch-sprachigen Fanzine sind seit Juli dieses -Jahres folgende Ausgabe im Archiv eingetroffen
--- No. 154, 4 S., s/w Illustrationen: Cara Avall
[zu: Patrica Highsmith / Ross MacDonald / Raymond
Chandler / Agatha Christie / E.V. Cunningham /
Deborah Crombie / John Ball / Claudia Piñeiro /
Toni Hill / Mary Higgins Clark / S.J. Bennett /
Jordi Llobregat / Manuel Vázquez Montalbán]
--- No. 155, 4 S., s/w Illustrationen: Novel les policíaques
de postguerra
[zu: Jaime Pol Girbal / J. Enrich / Rafael Tasis
i Marca]
www.biblioteques.l-h.cat/
(tp) KTS 79
|
Gawlick, Michaela (Red.):
thrill – das krimi-magazin.
2025, 60 S., Das Syndikat, ISSN nicht mitgeteilt, EURO 5,00 (zzgl. Versandkosten)
Die diesjährige Ausgabe des Syndikats-Magazin „thrill“ eröffnet mit dem Aufmacher „Tierische Schnüffler – geliebt oder geduldet?“.
Auf sechzig Seiten Artikel, zahlreiche Rezensionen und Verlagshinweise zu preisgekrönten Krimis und zu Krimis der verschiedenen Beiträger, sowie deren Kurzbiographien.
Inhalt:
Carola Christiansen, Beate Finkländer & Michaela Gawlick: Editorial / Sören Prescher: Wie man darauf kommt, einen Krimi mit Tieren zu schreiben / Carsten Henn: Was
will der Hund uns sagen? / Dieter Aurass: Ein Hoch auf die Samtpfoten / Daria Gaberdan-Koprowski: Bei uns liegen Hühner im Trend / Claudia Senghaas: Hunde und Katzen haben die Nasen vorn / Jörg Schmitt-Kilian: Shit
happens - schon vor der Lesung schweißgebadet? / Anna Schneider: Ab auf die Bühne / Klaus Maria Dechant: Wir haben ermittelt: euer Wunschkrimi (Umfage) / Gabriele Keiser: Ein schmutziges Familiengeheimnis. Wie Leid
Generationen überdauert / Glauser-Preis Romane / Michaela Gawlick: Till Raether (Glauser-Preisträger Roman, Interview) / Glauser-Preis Kurzkrimi / Michaela Gawlick: Isabella Archan (Glauser-Preisträgerin Kurzkrimi,
Interview) / Glauser-Preise Kinderkrimi & Jugendkrimi / Michaela Gawlick: Alice Pantermüller (Glauser-Preisträgerin Kinderkrimi, Interview) / Michaela Gawlick: Andreas Brettschneider (Glauser-Preisträger
Jugendkrimi, Interview) / Glauser-Preis Debütroman / Michaela Gawlick: Ana Wetherall-Grujić (Glauser-Preisträgerin Debütroman, Interview) / Klaus Maria Dechant: Frank Schätzing (Ehren-Glauser Preisträger,
Interview) / Bloody Cover Preistrager / Die Criminale in Schwetzingen / Günter Neuwirth: Criminale Salzburg 2026 / Kurz vorgeserllt: unser Vorstand Syndikat / Anke Kemper & Astrid Plötner: Morden im Duett / Anja
Goerz & Eric Neumann: Szenen einer Autorenehe / Wir trauern um / Neuerscheinungen der Thrill-Autorinnen und –Autoren.
Bezugsanschrift: Geschäftsstelle Das Syndikat e.V., c/o Heike Gerdes, Kolonistenweg 24, 26789 Leer
www.das-syndikat.com
(tp) KTS 79
|
Schnepf, Michael / Jensen, Nils (Hg) / Schwingshandl, Katia (Red.):
Buchkultur spezial.
Krimi Sonderheft Sommer 2025.
2025, 32 S., Buchkultur
Verlag, ISSN 1026-082X
Das jährlich erscheinende Krimi-Sonderheft des österreichischen Literaturmagazin „Buchkultur“ ist, wie immer, vollbepackt mit Rezensionen, Artikeln und Tips
zum Genre und ausführlichen Hinweisen zu den „zehn besten Krimis für den Sommer“, ausgewählt von einer deutsch-österreichischen Jury.
Inhalt:
Thomas Wörtche: Quick’n Dirty. Kunst vs. Kommerz / Die zehn besten Krimis für den Sommer / Andreas Knabl: Auf eine Pizza Quattro Gialli / Sylvia Treudl: A Spy In
The House (Vom Klassiker des Spionageromans schlechthin bis zu seiner Neuerfindung) / Karoline Pilcz: Starker Stoff. Brutal und düster, zwischen Hard-Boiled-Krimi und Noir / Maria Leitner: „Wir sind Agatha Christies
Erben!“ (Cosy Crime ist nicht neu) / Alexander Kluy: Entstaubt (Krimi Neuübersetzungen) / Nayra Jonke: Das Böse kommt von draussen rein (Öko-Thriller) / Nayra Jonke: Um die Ecke gebracht (Justiz-Thriller
und Deepfakes).
www.buchkultur.net
(tp) KTS 78
|
Miscellanea
Dechant, Klaus Maria:
Krimis und Thriller schreiben für Dummies.
2025, 336 S., zahlreiche s/w Abbildungen, Verlag Wiley-VCH, 3-527-72238-6
/ 978-3-527-72238-9, EURO 19,99
Mörderisch gut schreiben - Wer schon mal selbst versucht hat, einen Krimi zu schreiben, der weiß: Der Mord ist der einfache Teil. Aus der Aufklärung einen Roman
zu machen, entpuppt sich als größere Herausforderung. Wie arbeiten Ermittler eigentlich an Mordfällen? Und was macht einen guten Protagonisten im Thriller aus? Krimi-Autor Klaus Maria Dechant steht Ihnen bei
diesen Hürden zur Seite: mit hilfreichen Tipps zur Ideenfindung, Informationen für einen gelungenen Spannungsbogen, praktische Anleitungen für die Handlungs- und Charakterentwicklung sowie Einblicke in die Kripo-
und Ermittlungsarbeit. Damit dem Schreiben Ihres Krimis nichts mehr im Weg steht.
Inhalt:
--- Über den Autor / Einführung
--- Teil I: Thriller versus Krimis (Warum ausgerechnet Krimi oder Thriller? / Sprechen wir mal über Ihre Motivation / Eine Familie – zwei Genres / Wer schreiben will,
muss lesen / Ein Dutzend Mal die zehn Gebote)
--- Teil II: Planen, Plotten, Pantsen, Pitchen (Schreiben als Entdeckungsreise oder durchgeplanter Pauschalurlaub? / Alles beginnt mit einer guten Idee – aber eine Idee allein
genügt nicht / Schneeflockenmethode / Die Drei-Akt-Struktur / Spannung generieren / Zwischen Zensur und Political Correctness / Die Heldenreise / Figuren – Charaktere – Typen / Figurenaufstellung: Erzählte
Räume und Figuren visualisieren – ein Gastkapitel von Mathias Aicher / Szenen und Kapitel planen / Recherche: Das Salz in der Suppe eines jeden Krimis)
--- Teil III: Schreiben (Zeit und Perspektive für Ihren Krimi oder Thriller / Sprache und Stil / Sprachregeln aus dem Journalismus / Show, don’t tell / Der Einstieg
und die Magie des ersten Satzes / Dialoge: Die Krone des Buches / Tipps aus der Autorenküche)
--- Teil IV: Waschen, Legen, Föhnen (Endlich fertig. Oder? / Auf der Zielgeraden: Zwischen Lektorat, Klappentext und Titelsuche / Letzte Hand anlegen und zeigen, was wir (geschrieben)
haben)
--- Teil V: Ihr Buch im Markt (Verlag versus Agentur / Selfpublishing / Marketing – oder wie ich es nenne: Die Ochsentour / Das Hörbuch: Ein Traum oder doch realisiebar?)
--- Teil VI: Die Werkzeugkiste (Ein Hoch auf Zettel und das Notizbuch / Schreibsoftware: Braucht es etwas anderes als Word? / Letzte Tipps und Hinweise zum Abschied)
--- Teil VII: Der Top-Ten-Teil (Zehn Blicke über den Tellerrand / Meine Top Ten fürs Autorendasein)
--- Abbildungsverzeichne / Stichwortverzeichnis.
Klaus Maria Dechant war Reporter und Moderator im Rundfunk. Danach brachte er im Marketing PR-Nachwuchs das Schreiben bei. Unter eigenem Namen
und Pseudonymen ist der gebürtige Mannheimer als Krimi-Autor erfolgreich. Er ist Vorstand im „Syndikat“ und verlegt selbst Romane und Hörbücher in seinem Verlag „Early Bird Books“.
www.klaus-maria-dechant.de
www.das-syndikat.com/autoren/autor/8752-klaus-maria-dechant.html
(vt) KTS 79
|
8 Fragen an Klaus Maria Dechant
Kurzbio: Klaus Maria Dechant ist gelernter Journalist und Kaufmann. Sein Volontariat absolvierte
er Ende der 1980er Jahre bei der Schwetzinger Zeitung und dem Mannheimer Morgen. Seine berufliche Laufbahn führte den Politikwissenschaftler 1992 erst als Redakteur nach Goslar und dann zum Süddeutschen Rundfunk
(später SWR), wo er bis 2002 als Reporter und Moderator arbeitete.
Als Journalismus-Coach war Dechant danach für alle namhaften deutschen PR-Institute und als PR- und Marketingberater für zahlreiche mittelständische Unternehmen
und Konzerne tätig. Heute arbeitet Dechant als Autor, Verleger, Hörbuchverleger und Sprecher.
Neben Texten in verschiedenen Anthologien, sind mit MORDSLUST, MORDSEIER und ANLEGER 511 bereits drei Kriminalromane von Dechant erschienen. 2023 veröffentlichte der
gebürtige Mannheimer unter dem Pseudonym Til Petersen seine erste Krimisatire FAHR NICHT FORT, STIRB AM ORT! 2025 erschienen im EMONS-Verlag unter seiner Herausgeberschaft die Anthologie ARSEN UND SPARGELSPITZEN mit 19
Krimikurzgeschichten zur CRIMINALE 2025 und der Schreibratgeber KRIMIS UND THRILLER SCHREIBEN FÜR DUMMIES bei Wiley VCH.
Dechant ist Mitglied des SYNDIKATS und dort auch Vorstand für Kommunikation.
Homepage: www.klaus-maria-dechant.de
Thomas Przybilka: Was bedeutet Kriminalliteratur für Sie und ist, Ihrer Meinung nach, Kriminalliteratur eine wichtige Literaturgattung?
Klaus Maria Dechant: Der Krimi erfüllt aus meiner Sicht mehrere Funktionen, die auch gleichzeitig die Gründe ausmachen, warum er so beliebt ist. Einmal befriedigt er das offensichtlich
breite Interesse an Mord und Totschlag (True-Crime-Podcasts boomen nicht umsonst), auf der anderen Seite wissen die Leser, egal wie blutig es zugeht, sie sind immer in Sicherheit. Hinzu kommt, dass Krimis, weil sie auch immer
in unterschiedlichen Settings spielen, mehr als andere belletristische Gattungen, immer ein Spiegel ihrer Zeit sind. Willst Du wissen, wie das Leben in der 1970ern war, lies Krimis, die in der Zeit geschrieben wurden. Zum
Teil besser als jedes Geschichtsbuch. Und unterhaltsamer allemal.
Deshalb lese ich persönlich sehr gerne ‚echte‘ historische Kriminalromane.
TP: Ihr Weg zum Kriminalautor?
KMD: Ist schnell erzählt: 2018 stand ich kurz vorm Burnout.
Meine Frau erkannte das und verordnete mir ein
Sabbatjahr. Und das habe ich tatsächlich genutzt, um
meinen ersten Roman zu schreiben. Und irgendwie war mir
klar, das wird ein Krimi. An eine Veröffentlichung war
nie gedacht. Aber, meistens kommt es anders. Noch im
selben Jahr hatte ich meinen ersten Verlagsvertrag und
ich bin jetzt in Sabbatjahr sieben mit eigenem Verlag
und Hörbuchstudio. Von meinem früheren Job in PR und
Marketing habe ich mich komplett verabschiedet.
TP: Ihre erste Krimi-Veröffentlichung?
KMD: MORDSLUST – sollte eigentlich den Namen eines der
Protagonisten tragen, aber mein erster Verleger meinte –
und das völlig zurecht – MORDSLUST würde besser triggern.
Obwohl ich ursprünglich nicht geplant hatte, in einem
Verlag zu veröffentlichen, hatte ich wohl mit dem
Setting den richtigen Riecher: Morde im Swingerclub
sorgen auch nach sieben Jahren noch für gute
Verkaufszahlen.
TP: Wurden Sie vom Werk einer Krimiautorin / eines
Krimiautoren beeinflusst?
KMD: Auf jeden Fall von zwei Kollegen. Zum einen Andreas
Franz, in dessen Frankfurtkrimis ich immer diese
Unverblümtheit mochte. Leider viel zu früh verstorben.
Nummer zwei ist ein echtes Vorbild: Frank Schätzing. Zum
Einen, weil er ein großartiger Schriftsteller ist, zum
anderen, weil er ein richtig guter Typ ist. Intelligent,
gebildet, schlagfertig, jemand, mit dem man gerne am
Abend ein Bier trinkt. Was uns verbindet, ist der Wille
zur Präzision mit einer teilweise exzessiven Recherche.
TP: Gibt es den „Frauenkrimi“ (im Sinne von feministischer
Kriminalliteratur)?
KMD: Ich tu mir mit der Begrifflichkeit schwer. Ich mag die
Unterscheidung auch nicht. Als wäre alles, was nicht
feministisch ist, maskulinistisch. Wir müssten erst
einmal die Definition klären.
--- Geht es um starke Frauenfiguren im Krimi? Die gibt
es. Die bekannteste ist wohl Miss Marple, dann Julia
Durant vom erwähnten Andreas Franz oder meine Michi
Cordes.
--- Geht es um feministische Themen? Gibt es auch. Ana
Wetherall-Grujić hat in diesem Jahr mit Blutsschwestern
ein bemerkenswertes Debüt vorgelegt, in dem Missbrauch
und Vertreibung von Frauen sehr drastisch thematisiert
werden. Oder Mercedes Rosende aus Uruguay. In ihrem
Krimi Falsche Ursula thematisiert sie Bodyshaming auf
eine skurril-satirische Art.
--- Geht es um starke Autorinnen? Ganz ehrlich, wer
einen spannenden 300-, 400- oder 500-Seiten-Roman
zustande bringt, ist stark. Egal ob Mann oder Frau.
--- Oder geht es am Ende um die Zielgruppe. Dann ist das
ganze Genre recht feministisch. Hauptzielgruppe beim
Lesen sind Frauen. 60 Prozent von Ihnen lesen (nur 40
Prozent der Männer). Davon bevorzugen über 51 Prozent
Frauen Kriminalliteratur. Bei den Männern sind es
lediglich 42 Prozent.
Meine Antwort in Toto ist ein klares ‚Ich weiß es nicht.‘
TP: Gibt es einen Kriminalroman/Thriller, den Sie selber
gerne geschrieben hätten?
KMD: Nein. Aber ich empfinde viele Thriller und Krimis als
höchst inspirierend. Die Hunter-Reihe von Chris Carter
bspw.. Schonungslos, hart, aber handwerklich großartig.
Oder die Eddie-Flynn-Reihe von Steve Cavanagh mit tiefen
Einblicken in das US-Justizsystem, finde ich genial. Und
last but not least die Figur des Dr. Bernhard
Sommerfeldt von Klaus-Peter Wolf. Beides
Gerechtigkeitsfanatiker.
TP: Welche Autorin / welcher Autor ist Ihrer Meinung nach
überschätzt (national und/oder international)?
KMD: In diese Nesseln setze ich mich nicht. Sagen wir es so:
Es steht einiges auf der Spiegel-Bestsellerliste, weil
das jeweilige Verlagsmarketing das so wollte.
TP: Welche Autorin / welcher Autor ist Ihrer Meinung nach
unterschätzt (national und/oder international)?
KMD: Da fallen wir spontan zwei Kollegen ein: Ganz vorne
Jürgen Heimbach. Im Subgenre historische Krimis zwar
GLAUSER-prämiert, aber völlig leider nicht auf der
Bestsellerliste, wo er meiner Ansicht nach hingehört.
Ein großartiger Rechercheur, die Schreibe ist kraft- und
gefühlvoll. Nummer zwei auf meiner Liste ist Mathias
Aicher. Beim Lesen seiner Krimis erkennt man schnell,
dass er vom Drehbuchschreiben kommt. Die Settings der
Szenen sind wunderbar abgestimmt, sehr bildgewaltig, die
Plots, wie sie sein sollten, überraschend und voller
Wendungen, die Dialoge brillant.
Kriminalromane / Thriller:
--- 2019, Mordseier
--- 2018, Mordslust
Sachbuch
--- 2025, Krimis und Thriller schreiben für Dummies
Als Til Petersen
--- 2023, Fahr nicht fort, stirb am Ort! Krimisatire
Zusammen mit Kai Bliesener & Jo Schuttwolf
--- 2022, Anleger 511
© Thomas Przybilka
Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur – BoKAS
Aus der Vielzahl der Ratgeber rund um das Verfassen von Kriminalromane / Thriller liegen im BoKAS jetzt insgesamt vor:
--- Alberts, Jürgen (Hg): Bremer Schüler schreiben Krimis. Eine Akton der Stadtbibliothek Bremen. 1995, Stadtbiblioithek Bremen und Bertelsmann Club GmbH
--- Beinhart, Larry. Crime. Kriminalromane und Thriller schreiben. 2003 & 2010, Autorenhaus Verlag
--- Bohn, Nicolette: Realistische Mörder in Krimis und Thriller. Schreibratgeber. 2013, Sieben Verlag
--- Büttner, Manfred / Lehmann, Christine: Von Arsen bis Zielfahndung. Das aktuelle Handbuch für Krimiautoren und Neugierige. 2009, Argument Verlag
--- Dechant, Klaus Maria: Krimis und Thriller schreiben für Dummies. 2025, Wiley-VCH Verlag
--- George, Elizabeth: Meisterklasse. Wie aus einer guten Idee ein perfekter Roman wird. 2022, Goldmann Verlag
--- Frey, James N.: Wie man einen verdammt guten Thriller schreibt. 2011, Emons Verlag
--- Haft, Fritjof: Der Krimi an sich. Ermittlungen aller Art. o.J., edition normalfall
--- Highsmith, Patricia: Supense oder Wie man einen Thriller schreibt. 2013, Diogenes Verlag
--- Itschert, Michael: 33 Tips für Kleinverleger. Literatur * Adresse * Anregungen. 2009, Gardez! Verlag
--- Keating, HRF: Writing Crime Fiction. 1994, A & C Black Publishers
--- Kemmerzell, Anja / Laudan, Else (Hg): Das Wort zum Mord. Wie schreibe ich einen Krimi? 1999, Argument Verlag
--- Roentgen, Hans-Peter: Spannung. Der Unterleib der Literatur. o.J. BoD – Books on Demand
--- Roth, Martin: The Crime Writer‘s Reference Guide. 1001 Tips for Writing the Perfect Murder. 2003, Michael Wiese Productions
--- Schüller, Martin: 111 Tipps und Tricks, wie man einen verdammt guten Krimi schreibt. 2018, Emons Verlag
--- Villines, Sharon: Refercenes For Writers of Detective, Mystery & Crime Fiction. 1993ff, Deadly Serious Press
*****
|
Hoffmann, Elisabeth / Heinrich, Karl-Ludwig:
--- Brunettikalender 2026. 2025, Wandkalender, 13 Fotoseiten,
DIN A3, Spiralbindung, Verlag Brunettistadtplan, EURO
19,90 (inkl. Versandkosten)
--- Dupinkalender 2026. 2025, Wandkalender, 13 Fotoseiten, DIN
A3, Spiralbindung, Verlag Brunettistadtplan, EURO 19,90
(inkl. Versandkosten)
--- Bezugsansdchrift: www.krimischauplatz.de/bestellen
-- Im Brunettikalender 2026 verfolgen wir Commissario Brunetti bei seinen Ermittlungen kreuz und quer durch die malerischen Gässchen und Wasserstraßen Venedigs.
-- Im Dupinkalender 2026 zeigen wir Ihnen eine Auswahl unserer diesjährigen Bretagne-Reise zu den traumhaft gelegenen Schauplätzen von Kommissar Dupin.
(vt) KTS 79
|
Oetker, Alexander (mit Annekatrin Baumann):
Das Luc-Verlain-Rätselbuch.
40 mörderische Fälle zum Selberlösen.
2025, 297 S.,
Atlantik Verlag, 3-455-02093-3 / 978-3-455-02093-9, EURO 18,00
Luc Verlain, der Commissaire der beliebten Krimibestseller, lädt alle Rätselfans dazu ein, ihm bei seinen Ermittlungen zu assistieren: Das Luc-Verlain-Rätselbuch
ist da! Lösen Sie gemeinsam mit Luc knifflige Mordfälle und stellen Sie sich Logikrätseln unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Folgen Sie den Indizien und Hinweisen quer durch Frankreichs wunderschönen
Südwesten, und kommen sie den Verdächtigen auf die Spur. Durch schlaues Kombinieren und findiges Rätseln werden Sie zu Lucs Partner und enttarnen Seite an Seite mit Frankreichs beliebtestem Commissaire selbst
wasserdichte Alibis. Ein herrlich mörderischer Rätselspaß! Bonne chance!
Inhalt:
Anleitung / Einfache Fälle / Mittelschwere Fälle / Schwierige Fälle / Hinweise / Lösungen.
Alexander Oetker, geboren 1982, ist Bestsellerautor und TV-Journalist. Als Frankreichexperte von RTL und n-tv
berichtet er seit 15 Jahren über Politik und die Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift „Der Feinschmecker“. Seine Krimis um Luc Verlain stehen
regelmäßig auf den Spiegel-Bestseller-Listen. Für „Mittwochs am Meer“ erhielt der die DELIA, den Literaturpreis für den besten Liebesroman des Jahres.
www.alexanderoetker.de
Annekatrin Baumann hat ihre Liebe zur Logik, zum Spiel in jeglicher Form und zum kreativen Denken zum Beruf
gemacht: Als Rätselautorin entwickelt sie Bücher, Adventskalender, Spiele und Apps.
www.annekatrinbaumann.de
(vt) KTS 79
Das Interview „8 Fragen an Alexander Oetker“ siehe KTP 140
*****
Eine Kriminalgeschichte um Commissaire Luc Verlain, eingebunden in eine Verfolgungsjagd durch Aquitaine, bereichert mit Rezepten - ein opulent
bebildertes Kochbuch. Eine BoKAS-Empfehlung:
--- Oetker, Alexander: Chez Luc. Mit Commissaire Verlain durch Frankreiches kulinarischen Südwesten. Aquitaine-Kochbuch. 2022, Hofmann und Campe Verlag
|
Die Beiträger/innen
Wen-huei Chu ist ein taiwanesisch-schweizer Krimischriftsteller und –rezensent. Er lebt seit
1975 in der Schweiz und ist seit 2000 Schweizer Staatsbürger. Seine Kriminalromane, Krimikurzgeschichten und seine Reportagen und Fachartikel zum Genre erscheinen in Taiwan wie auch in Europa.
Jim Madison Davis is Professor Emeritus of Professional Writing at the University of Oklahoma.
He is the author of eight novels, including „The Murder of Frau Schütz“, an Edgar nominee, „Law and Order: Dead Line“ and „The Van Gogh Conspiracy“. He has also published seven nonfiction
books, and dozens of short stories and articles. He is a columnist on international crime writing for „World Literature Today“ and North American President of the International Association of Crime Writers. He
lives in Palmyra, Virginia (USA).
Gitta List, Jahrgang 1959, ist Literaturwissenschaftlerin und lebt in Bonn. Sie leitet die Redaktion
des Bonner Stadtmagazins „Schnüss“ und publiziert seit vielen Jahren zum Thema Kriminalliteratur. Letzte Veröffentlichung „Das teutsche Wörterbüchlein“ (2021, Kid Verlag).
Alfred Miersch (webmaster), geboren 1951, gelernter Verlagskaufmann. Langjährige Beschäftigung mit der Literatur. 1975-1979 war er Herausgeber des Literaturmagazins „Tja“, das in der alternativen Literaturszene
als Geheimtipp galt. 1980 gab er einmalig die Zeitschrift „Omnibus“ heraus, als Versuch einer zeitgemäßen Anthologie mit Autoren wie Uli Becker, F.C. Delius, Joe Brainard u.a. Seit 1980 schrieb er eigene
Bücher und beteiligte sich mit Prosa und Lyrik an über 40 Anthologien bei Rowohlt, S. Fischer, Kiepenheuer & Witsch, dtv, Maro und Schirmer/Mosel. Im September 2000 gründete er den NordPark-Verlag. Über
lange Jahre zeichnete er veranwortlich für das legendäre Online-Krimiportal „Alligatorpapiere“. Alfred Miersch wurde vielfach ausgezeichnet: 1981, Kulturpreis Wuppertaler Bürger / 1982, Hungertuchpreis
der Stadt Frankfurt / 1984, 1. Lyrikpreis beim 4. Nordrhein-Westfälischen Autorentreffen / 1984, Förderpreis Literatur des Landes NRW / 1997, 2. Krimipreis beim 10. NRW Autorentreffen / 2004, Friedrich-Glauser-Preis
– Krimipreis der Autoren in der Sparte „Ehrenglauser“ für seine Verdienste um die Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum.
www.nordpark-verlag.de/miersch
Ingrid Przybilka, Jahrgang 1948, kritische und kompetente Schlussredaktion. Hierfür sei ihr herzlich
gedankt.
Thomas Przybilka (tp), geboren 1950, lebt und arbeitet als Buchhändler in Bonn. Gründete 1989 das „Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur“ (BoKAS), zahlreiche Publikationen zur Kriminalliteratur
(Bücher und Artikel) im In- und Ausland. [Zuletzt: Bernhard Jauman – Eine Auswahlbibliographie der Sekundärliteratur. In: Erb, Andreas (Hg): Bernhard Jaumann: Tatorte und Schreibräume – Spurensicherungen.
2015, Aisthesis Verlag]. Mitglied u.a. in der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur „Das Syndikat“. Mitherausgeber der „Alligatorpapiere. Magazin zur Kriminalliteratur“. 2012 wurde ihm „In
Würdigung seines Engagements für die deutschsprachige Kriminalliteratur und für sein bisheriges literarisches Gesamtwerk im Bereich Kriminalliteratur“ der „Friedrich-Glauser-Preis – Krimipreis
der Autoren 2012“ in der Sparte „Ehrenglauser“ von der Jury der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur „Das Syndikat“ zuerkannt.
www.bokas.de
www.das-syndikat.com/autoren/autor/120-thomas-przybilka.html
www.krimilexikon.de/przybilk.htm
https://www.youtube.com/watch?v=lE9RJQ7QXp4
Katya Skow grew up in a family of mystery lovers. Among her first loves were Agatha Christie, Georges
Simenon, and John D. McDonald, probably in about that order. As a child she lived in a small town in Austria for two years and there learned to communicate with her classmates and teachers. Later, at Middlebury College in
Vermont, she studied German. She next attended graduate school in Germanic languages and literatures at the University of Illinois at Urbana-Champaign where she trained as a medievalist, writing her dissertation on Die sieben weisen Meister under the guidance of Dr. Marianne Kalinke. She has published articles on medieval and late-medieval topics, but now works on more modern popular
fiction. She is Professor of German at The Citadel, The Military University of South Carolina (USA).
http://www.citadel.edu
http://www.citadel.edu/root/mlng-faculty-staff/59-academics/schools/shss/modern-languages-literatures-a-cultures/21879-dr-katya-skow
(tp) = © Thomas Przybilka
(vt) = Verlagstext
Inhalt = Verlagstext
Bezugshinweis
Unterstützen Sie bitte Ihren Buchhändler vor Ort – er wird sich über Ihre Bestellung freuen. Denken Sie daran: Amazon ist keine Buchhandlung, sondern
ein Gemischtwarenladen!
Sie erhalten den e-mail-newsletter „Krimi-Tipp Sekundärliteratur“ (KTS) aufgrund Ihrer persönlichen und schriftlichen Anforderung.
Folgende Daten von Ihnen sind im Verteiler für den KTS ge-speichert:
--- Vorname
--- Nachname
--- E-Mail-Adresse
Diese Daten werden nicht an Dritte weitergegeben!
Der „Krimi-Tipp Sekundärliteratur“ (KTS) ist jederzeit kündbar / Unsubscribe: crimepy@t-online.de
|